Eine Nacht in Gent

Leider nur eine Nacht in Gent. Auf unserem Weg in die Bretagne haben wir uns entschieden nicht die knapp 1.300 km durchzufahren, sondern irgendwo auf der Hälfte einen Stopp einzulegen. Erst haben wir an Brügge gedacht. Das wäre aber ein kleiner Umweg gewesen. Also haben wir uns letztendlich für die belgische Stadt Gent entschieden.

Und haben es nicht bereut. Ich muss sagen, hier kann man sehr gut ein ganzes Wochenende verbringen. Beim reinfahren in die Stadt haben wir erst gedacht „War das die richtige Entscheidung?“, da uns einige unschöne Hochhäuser ins Auge gesprungen sind, aber nach Ankunft in der Altstadt war dieser Gedanke ganz schnell verflogen.

Übernachtet haben wir im Hotel NH Gent Belfort, welches direkt in der Genter City liegt. Man erreicht schnell alles zu Fuß. Für uns perfekt, da wir nur noch den Nachmittag und Abend zur Verfügung hatten. Die Zimmer sind modern eingerichtet und es gibt eine Tiefgarage, welche allerdings bis fast auf den letzten Platz belegt war, als wir ankamen. Ansonsten ist das Hotel nichts Besonderes. Das Frühstück, welches wir extra dazugebucht hatten, kann man auch gut und gerne weglassen und lieber irgendwo in einem der nahegelegenen Cafés frühstücken gehen.

Nachdem wir uns kurz frisch gemacht und in einem der vielen Cafés gestärkt haben, ging es los mit unserem Bummel durch diese schöne Innenstadt. Zwar haben wir uns noch einen kleinen Reiseführer gekauft, uns aber eigentlich dann nur treiben lassen. Überall gibt es etwas zu schauen. Tolle alte Gebäude und Kirchen erblickt man an jeder Ecke.

Die Altstadt liegt zwischen Schelde und Leie und besteht aus kleinen, engen Gassen. Gent entstand im 7. Jahrhundert um die beiden Abteien von St. Bavo und St. Peter. Überall gibt es kleine, süße Geschäfte, die zum bummeln einladen.

Eigentlich hatten wir vor Abends nett irgendwo essen zu gehen, aber es gab auf unserem „Spaziergang“ zwischendurch immer so nette Leckereien, dass das Abendessen sozusagen flach fiel. Dafür haben wir die leckeren belgischen Waffeln probiert (yammiee, sage ich Euch!), Eis geschleckt und Cuberdon getestet. Ein Cuberdon ist eine kegelförmige belgische Süßigkeit, die in Gent dieser Wagen hier unten verkauft. Eine Tüte kostet sage und schreibe EUR 5,00! Weder der Lieblingsmann noch ich mochten es wirklich (viel zu süß!), aber wir haben zu einem späteren Zeitpunkt in Frankreich noch eine nette Abnehmerin gefunden. Dazu aber mehr in einem der folgenden Bretagne-Berichten.

Falls ihr Gent einen Besuch abstatten solltet, empfehle ich Euch im Amadeus einen Tisch zu reservieren. Ich kann zwar nicht aus Erfahrung sprechen, habe aber von einem Insider gehört, dass die Spare ribs super lecker sein sollen! Außerdem haben wir kurz reingeschaut. Der Laden war brechend voll und es war kein Platz mehr zu bekommen.

Fazit: Gent hat wirklich eine tolle Altstadt, in der man gut und gerne ein langes Wochenende verbringen kann!

Nadine