Sylt Special (Teil III)

Nachdem ich Euch beim 1. Teil des Sylt Specials in den Süden der Insel entführt habe und wir ein paar Leckereien durchgenommen haben, ging es beim 2. Teil des Sylt Specials in den Osten von Sylt, ins schöne Keitum und danach in den hohen Norden nach List und dem bilderbuchartigen Ellenbogen.

Heute fangen wir mit der Buhne 16 an, das legendäre Strandbistro im Norden von Kampens Weststrand. Zur Buhne 16 findet ihr, wenn ihr aus Kampen rausfahrt, in Richtung List, und dann links auf einer der beiden gebührenpflichtigen Parkplätze parkt.

Dann geht es nur zu Fuß weiter, ca. 800 m durch diese schöne Landschaft hier. Anfangs geht der Weg über einen festen Sand/Steinweg bis zu einem Holzsteg. Dieser führt direkt zur Buhne 16, die letzten Schritte erfolgen im Sand.

Die Buhne 16 ist ein Strandbistro, 1981 gegründet von 3 Brüdern mit einer sehr lockeren Atmosphäre. Hier kann man kleine Leckereien zu sich nehmen oder auch wilde Party’s feiern. Besonders beliebt bei Surfern.

Da geht es direkt in Kampen doch mondäner zu. Hier heißt es sehen und gesehen werden. Da wird schon mal Papa’s Porsche zum spazierenfahren und angeben ausgeliehen. Wir haben uns aber lieber die schöne Landschaft angeschaut. Bei Kampen steht dieser schöne schwarz/weiße Leuchtturm.

Unser nächstes Ziel war die Kupferkanne, am Rande von Kampen, wo man sehr leckeren Kuchen verspeisen kann, der täglich in der hauseigenen Backstube nach traditionellem Rezept mit Butter gebacken wird. Wer lieber Herzhaftes mag, findet in der Kupferkanne auch u.a. Folienkartoffeln, Kartoffelpuffer, Zwiebelkuchen oder auch belegte Brote. Das Frühstück ist auch sehr zu empfehlen.

Die Kupferkanne ist eingebettet in eine bezaubernde Kiefernlandschaft mit Blick auf das Sylter Wattenmeer. Durch den verwinkelt angelegten Garten sitzt man meist in einer Nische, abgetrennt durch eine Hecke, was eine gewisse Gemütlichkeit hervorruft.

Wir haben den Mohnkuchen probiert, der wirklich sehr lecker war und eine Folienkartoffel mit Hering, die auch nicht zu verachten war. Genug Wege, um den vollgeschlagenen Bauch wieder abzutrainieren gab es genug. Lasst Euch einfach treiben!

Nun geht es nach Wenningstedt, im Westen von Sylt gelegen. Hier hat Gosch einen riesen Laden hingesetzt, den wir uns unbedingt anschauen wollten. Naja, sagen wir es mal so: Es war groß! Somit ging die Gemütlichkeit etwas verloren und man fühlte sich ein bisschen verloren. Das Essen war o.k., hat uns aber auch nicht umgehauen. Probiert es aus und bildet Euch Eure eigene Meinung.

Der Strand bei Wenningstedt ist jedenfalls sehr schön und es gibt sogar einen Hundestrand, bei dem sich die Vierbeiner austoben können. Dieser kleine Racker hier (oder war es doch eine Dame? Oje, ich glaub ja!) konnte gar nicht genug bekommen und schoß dem Frisbee jedes Mal hinterher, als gäbe es kein Leben danach.

Hier haben wir auch den letzten Nachmittag auf Sylt bei schönstem Wetter verbracht und uns in einen Strandkorb vergraben. Wieso muss die Zeit nur immer so schnell vergehen? Hier könnte man es doch glatt länger aushalten, findet ihr nicht?

Ich kann mich noch genau an die frische Luft erinnern und die Sonnenstrahlen, die ein angenehm warmes Gefühl auf dem Körper hinterlassen haben. Es war einfach traumhaft die Seele baumeln zu lassen und an nichts zu denken.

Gekrönt wurde dieser letzte Urlaubstag durch unsere spontane Überlegung bei Jürgens Bistro in Westerland essen zu gehen. Gehört hatten wir davon schon von unserem Vermieter und von meiner lieben Schwiegermutter in spe, aber wir hätten nie gedacht, dass es uns so überwältig. Wie sagt man so schön: Es war ein krönender Abschluß!

Bei Jürgen (Elisabethstraße 1A, 25980 Sylt), der übrigens schon über 40 Jahre auf Sylt wohnt und die „besten Jahre“ von Sylt mit den vielen Party’s und Feiern miterlebt hat, gibt es zwar eine Karte, aber er brutzelt auch gerne spontan zusammen, was sich der Gast wünscht. Wir hatten schon im Vorwege von dem leckeren Salatdressing gehört und haben als Vorspeise einen Salat mit Krabben bestellt. Dazu gab es frisches Baguette mit selbstgemachter Kräuterbutter, die besser schmeckte als jede Kräuterbutter, die wir je gegessen haben! Als Hauptspeise habe ich mich für frischen Zander mit Pfifferlingen und Kartoffeln entschieden und der Lieblingsmann, wie soll es anders sein, hatte ein Steak mit Pfifferlingen und Bratkartoffeln. Beide Gerichte waren unglaublich lecker und hätten von einem Sternekoch sein können. Falls ihr mal auf Sylt verweilen solltet, reserviert hier für Euren letzten Abend!

So, nun durfte ich wieder Erinnerungen schwelgen und ihr wieder etwas mehr über diese schöne Insel erfahren. Das war dann leider auch der 3. und letzte Teil des Sylt-Specials. Ich hoffe ich konnte ein paar unserer Eindrücke an Euch weitergeben.

Nadine