Südtirol Special Teil II – Seiser Alm + Gewinner

Bevor ich euch heute die wunderschöne Seiser Alm vorstelle, wünsche ich euch ein fröhliches, gesundes & atemberaubendes neues Jahr! Ich hoffe, ihr seid alle gut reingerutscht und habt es euch über die Feiertage gut gehen lassen. Mich hat genau eine Woche vor Weihnachten so ein blöder Virus erwischt, aber pünktlich zum 24.12. war ich wieder fit. So konnten wir Heiligabend mit unseren Familien samt Lieblingsoma im neuen Haus verbringen. Und was wäre da angebrachter als Raclette? Eingeplant waren 3 Raclettes für 9 Personen. Allerdings streikte bei so viel Watt auf einmal unsere Stromleitung. Naja, 2 Geräte taten es schlussendlich auch. Ich hatte mal wieder Unmengen eingekauft, sodass locker 30 Personen satt geworden wären. Nein, das lerne ich nicht mehr! Da haben wir ganz spontan beschlossen, 2 Tage später nochmals Raclette im kleineren Kreis zu machen. Jetzt reicht es aber auch wieder für die nächsten Monate. Silvester haben wir ganz entspannt mit lieben Freunden bei uns zu Hause verbracht. Beim Pastaabend durfte natürlich die weltbeste Bolognese nicht fehlen! Aber meine Freundin Julia hat auch megaleckere Pestosorten mitgebracht: Feldsalat-Pesto, Tomaten-Mandel-Pesto und Basilikumpesto. Hmmmmm, war dat lecker!

So langsam ist nun auch in Braunschweig der Winter eingekehrt. Knackige -5 bis -15 Grad hatten wir die letzten beiden Tage. Und ein klitzekleines bisschen Schnee liegt auch. Das erinnert mich doch gleich wieder an den wunderschönen Südtirol Trip im letzten Oktober. Wie schon beim 1. Südtirol Special berichtet, haben meine Freundin Regine und ich wie auch schon das Jahr zuvor einen Abstecher nach Norditalien gemacht. Die Seiser Alm war unser 1. Anlaufpunkt. Sie liegt ca. 20 km nordöstlich von Bozen auf einer Höhe von 1680 m  bis 2350 m. Als eines der größten geschlossenen Hochplateaus der Alpen ist sie ganze 56 km² groß. Compatsch am äußersten Westrand der Hochfläche ist der größte sowie auch der touristischste Ort auf der Seiser Alm. 5 km östlich unterhalb des Plattkofels liegt das beschauliche Saltria. Im Sommer lädt die Seiser Alm zu Bergtouren und Wanderungen ein und lockt mit Flora und Fauna die Touristen an und im Winter ist die Seiser Alm besonders beliebt zum Skifahren und Snowboarden. Über 60 km Abfahrtspisten, zahlreiche Skilifte und einen Funpark findet man hier. Auch das Loipennetz mit fast 60 km ist gut ausgebaut.

Die Seiser Alm erreicht man mit regelmäßig verkehrenden Bussen von Seis aus sowie mit einer modernen Umlauf-Gondelbahn. Das Autofahren für Touristen ist auf der Seiser Alm nur in den Abend- und Nachtstunden gestattet. Wir als Hotelgäste haben vom Icaro Hotel eine Sondergenehmigung erhalten, um problemlos an- und abzureisen.

Und wieder einmal habe ich gemerkt, wie sehr mir das Reisen in der Nebensaison Spaß macht. Wir waren ja quasi kurz vor Schluss auf der Seiser Alm. An unserem letzten Tag, dem 10. Oktober, hat auch das Hotel Icaro geschlossen. Wie ihr unschwer auf den Bildern erkennen könnt, waren wir nahezu alleine auf diesem bezaubernden Hochplateau. Und an unserem letzten Tag haben wir uns eine ganz besonders schöne Wanderung ausgesucht. Trotz Abraten aller Einheimischen aufgrund des Schnees und der eventuellen Glätte auf den Wegen haben wir uns nicht abhalten lassen, auf den Schlern zu wandern. So sind wir am späten Vormittag Richtung Compatsch gefahren und haben dort auf dem ausgewiesenen Parkplatz unser Auto abgestellt.

Auf dem Wanderweg Nr. 7 sind wir zum Panorama Lift aufgestiegen. Eine himmlische Kulisse mit grasenden Pferden vor dem 2.563 m hohen Schlern lag vor uns. Was so ein bisschen Schnee doch gleich ausmacht. Der Berg Schlern gilt aufgrund seiner charakteristischen Form als Wahrzeichen Südtirols und ist der Namensgeber der umliegenden Gebirgsgruppe, der Schlerngruppe. Vom Panorama Lift haben wir den Wanderweg Nr. 2 eingeschlagen, der uns bis zu den Rosszähnen führen sollte. Die Rosszähne sind eine durch kleine Einschartungen eingeschnittene Gipfelreihe in der Schlerngruppe.

Bei Sonnenschein gestartet, wurde es weiter oben immer nebliger. Man konnte kaum die Hand vor Augen sehen. Der Weg wurde immer schmaler, die Luft dünner und der Atem stockender. Kein Mensch weit und breit, nur Regine und ich und die Berge. Und „Scheißmist“. Das soll ich wohl alle paar Minuten von mir gegeben haben, sagt Regine. Auch wenn ich dachte, relativ fit zu sein, habe ich doch gemerkt, wie anstrengend so ein stundenlanger Aufstieg sein kann. Und besonders wenn das Ziel aufgrund von Nebel nicht erkennbar ist. Nach einigen kurzen Pausen und weiteren „Scheißmist’s“ waren wir endlich oben an der Rosszahnscharte angekommen. Ihr könnt euch gar nicht vorstellen, wie happy ich war! Jetzt konnte auch die Tierser Alpl Hütte nicht mehr weit sein. Wir hatten uns extra vorher erkundigt, ob diese geöffnet war. Denn zu dieser Jahreszeit haben einige Hütten schon geschlossen.

Wenige Minuten von der Rosszahnscharte entfernt, entlang eines schmalen Weges, lag die Tierser Alpl Hütte in ihrer ganzen Pracht vor uns! Was für eine schöne Hütte! Alt trifft auf neu. Rustikal trifft auf modern. Drinnen angekommen haben wir erst einmal die modernen Toiletten bestaunt. Selten habe ich so eine schöne & moderne Hütte gesehen. Auch der fast menschenleere Gastraum ist schlicht in hellem Holz eingerichtet. Als wir erfahren haben, dass man dort auch übernachten kann, wären wir fast geblieben. Hätten wir nicht schon unsere nächste wunderschöne Unterkunft vor uns. Als Stärkung habe ich die Nudeln mit Tomatenfleischsauce gewählt. Sowas von lecker!

Ja, hier könnte man sich wirklich länger aufhalten. Mit dem Südtiroler Architekturpreis 2015 ausgezeichnet, wird die Hütte in 2. Generation von Judith und Stefan Perathoner geführt. Ursprünglich beginnt die Geschichte der Tierser Alpl Hütte in den 50er Jahren, als Max Aichner, der Vater von Judith, 200 qm Boden von der Gemeinde Tiers kauft, um dort ein Schutzhaus zu bauen. 6 lange Jahre hat es gedauert, bis Aichner mutterseelenallein die Tierser Alpl Hütte fertiggebaut hatte.

So langsam wurde es Zeit, den Rückweg anzutreten. Schließlich wollten wir noch bei Helligkeit Compatsch erreichen. Eigentlich sollte es bei der Rosszahnscharte einen weiteren Weg geben, der ins Tal führt. Gesucht und nicht gefunden. Also haben wir wieder den Wanderweg Nr. 2 genommen. Abwärts macht das ganze doch gleich viel mehr Spaß. Es klarte auch langsam wieder auf und die Seiser Alm lag in ihrer ganzen Pracht vor uns.

Als die Abendsonne auch noch hervorkam, ist uns der eine oder andere Seufzer entwichen. Was für ein wundervoller Anblick! Diese Ruhe, die Natur, die Berge, der Schnee, die klare Luft – was könnte es Schöneres geben?! Und wie schön ist es doch, wenn keine Scharen von Touristen unterwegs sind. Ja, immer wieder würde ich im Oktober auf die Seiser Alm fahren. Sie hat mich wirklich verzaubert.

Jetzt hätte ich es ja fast vergessen… Es gibt ja noch eine/n Gewinner/in auszulosen. Na dann mal Trommelwirbel!! My verrücktes Labyrinth in personalisierter Form hat gewonnen:

Jennifer W.

mit dem Kommentar „Ich liebe das verrückte Labyrinth und personalisiert wäre es eine ganz tolle Geschenkidee. Ich würde Bilder von meinen Eltern, und meiner eigenen kleinen Familie mit Kater und spezielle Orte als Bilder nehmen <3 Da würde mir einiges einfallen.“

Liebe Jennifer, herzlichen Glückwunsch und ganz viel Freude beim Gestalten und Spielen! Bitte sende mir eine E-Mail an info@stylish-living.de, damit ich Dir den Gutschein zukommen lassen kann.

Und alle anderen nicht traurig sein, schon nächste Woche gibt es einen tollen Roman zu gewinnen! Seid gespannt.

Das nächste Südtirol Special führt uns nach Kaltern am See, bei dem ich euch eine ganz bezaubernde Unterkunft mit einer noch bezaubernden Besitzerin vorstelle.

Nadine

Hier geht’s zum Südtirol Special Teil I.