Südtirol Special Teil I – Icaro Vitalpina Hotel

Wie schon letztes Jahr im Herbst zog es meine liebe Freundin Regine vom Blog leuchtend grau und mich dieses Jahr wieder ins schöne Südtirol. Und dieses Mal ging es wesentlich entspannter los als 2015. Vielleicht erinnert ihr Euch noch, meine Wanderschuhe* kamen auf den letzten Drücker und ein Rucksack* musste am Tag des Aufbruchs auch noch besorgt werden. Wie gut, dass ich immer noch von beiden Produkten total begeistert bin und sie einfach nur einpacken musste. Einzig allein Schuhwachs* habe ich mir eine Woche vorher bestellt, um meine Wanderschuhe vor unseren Touren zu pflegen und zu imprägnieren. Auch damit bin ich sehr zufrieden. Regine kam einen Tag vorher zu uns nach Braunschweig und wir haben den Abend bei einem leckeren Curry ausklingen lassen. Und da wir ja zu der spontanen Sorte gehören, haben wir auch erst an diesem Abend unsere 2. Unterkunft gebucht. Wäre ja sonst langweilig ohne ein bisschen Nervenkitzel, oder?

Am Tag der Abreise haben wir morgens noch ganz entspannt einen Kaffee getrunken und Brötchen für unterwegs geschmiert, Käsewürfel, Weintrauben, Cocktailtomaten und Wasser eingepackt. Schließlich hatten wir knapp 900 km und ca. 9 Stunden Autofahrt vor uns. Unser 1. Ziel: das Icaro auf der Seiser Alm in Südtirol! Kaum eine halbe Stunde nach unserem Start ein kurzer Aufschrei von Regine. Wir waren nun nicht mehr zu zweit im Auto, sondern zu dritt. Ganz entspannt krabbelte eine Tarantel wirklich grooooße Spinne von der Windschutzscheibe her kommend zum Cockpit in unsere Richtung. Puh, jetzt bloß auf die Straße konzentrieren! Nein, nicht zu mir, bitte nicht! Sie seilte sich in den Fußraum auf Regines Seite ab und verschwand im Nirgendwo. Ich zu Regine: „Wie kannst Du so entspannt sein? Das Vieh krabbelt irgendwo zwischen Deinen Füßen herum.“ Aber Regine nahm es ganz gelassen und meinte: „Sie hat wahrscheinlich mehr Angst vor uns als wir vor ihr“. Das trichterte ich mir dann auch ein. Auch wenn ich keine Spinnenphobie habe und kleine Spinnen zu Hause auch mal ins Freie befördere, wird mir bei großen Spinnen schon mal etwas anders. Auf dem nächsten Rastplatz haben wir das gesamte Auto abgesucht, aber von „Spinner“, wie wir sie oder ihn getauft hatten, war keine Spur. Und auch bis zum Ende unseres Trips sollte er/sie nicht mehr auftauchen.

Nach nur knapp 8 Stunden erreichten wir ohne jeglichen Stau (die Ostroute über die A14 und A9 ist doch die Beste!) das Icaro Hotel. Freundlich wurden wir von Marco am Empfang begrüßt und gefragt, ob wir geflogen sind. Ich hatte vorher vorsichtshalber geschrieben, dass es etwas später werden kann. Letztes Jahr hatten wir nämlich nicht so viel Glück und waren wesentlich länger unterwegs. Wie gebucht haben wir unser in Naturtönen eingerichtetes Zimmer Dolomiti mit Blick über die gesamte Seiser Alm bezogen. Was für ein Traum! Die Lage des Icaro war mehr als perfekt: inmitten einer einmaligen Naturlandschaft und den atemberaubenden Dolomitengipfeln. Man hat ja meistens vorher immer schon gewisse Vorstellungen des Urlaubsziels, aber dass die Kulisse so wunderschön sein würde, das hätte ich nicht gedacht. Auch das Zimmer hat uns sehr gut gefallen. Die grüne Wandfarbe hat mich an unser Schlafzimmer zu Hause erinnert und ich fühlte mich gleich heimisch. Kombiniert mit Holz und modernen Elementen fühlte man sich eher wie in einem Designerhotel als in einem traditionellen Familienbetrieb, wie es das Icaro ist. Interessant fand ich das Badezimmer. Hier war es möglich vom Zimmer aus 2 Holzklappen zu öffnen, um Einblick ins Bad oder auch umgekehrt Ausblick vom Bad auf die Seiser Alm zu erhalten. Auch wenn das Badezimmer nicht sehr groß war, hatte man dort doch alles, was man benötigte: eine Toilette, ein Waschbecken und eine große Dusche. Es war modern, aber durch die Holzelemente auch gemütlich eingerichtet. Im Zimmer befanden sich noch zusätzlich eine Couch, ein Schreibtisch, ein Kleiderschrank und ein Safe sowie auch Bademäntel & zusätzliche Decken.

Bereits in 4. Generation wird das Icaro von der sympathischen Familie Sattler und deren liebenswerten Mitarbeitern betrieben. Viele Gäste kommen schon seit vielen Jahren hierher und werden persönlich begrüßt. Davon haben bestimmt auch einige Gäste die stetigen Veränderungen mitbekommen. Das Icaro ist über die Jahre gewachsen und auch moderner geworden. Auch wenn der Speisesaal noch etwas rustikal anmutet, sind schon einige Zimmer renoviert wurden und erstrahlen nun in neuem Glanz. Gleich nach unserer Abreise waren weitere 4 Zimmer zur Renovierung freigegeben, denn das Icaro schließt zwischen Mitte Oktober und Mitte Dezember. In dieser Zeit werden jedes Jahr aufs Neue Ausbesserungen oder sogar ganze Umbauten vorgenommen. Man merkt, dass es den Sattlers wichtig ist, dass alles in Schuss ist und sich die Gäste wohlfühlen. Hauskater Pandi und Hauskatze Feifi tragen zum Wohlbefinden bei, wobei Pandi der geselligere Typ ist und sich auch gerne durch Streicheleinheiten verwöhnen lässt.

Zum Frühstück gab es allerlei Leckeren: verschiedene Brötchenauswahl & Schüttelbrot (obwohl das angebotene Brot vom nahe gelegenen Bäcker am besten geschmeckt hat), Wurst & Käse, verschiedene Marmeladen, Joghurt, frisch gepresster Orangensaft (den man sich mittels einer Saftpresse selbst auspresst), andere Säfte, Obst & Gemüse, Obstsalat, verschiedene Zutaten, um sich sein eigenes Müsli zusammenzustellen, Milch, viel Auswahl an Tee (Beutel und auch loser Tee vom Bio-Kräuterhof Pflegerhof), Gebäck & Kuchen. Eier kann man sich auf Wunsch zubereiten lassen oder sich vom Frühstücksbuffet ein gekochtes Ei nehmen. Kaffee wird auch als Bestellung aufgenommen. Dieser war besonders lecker, ganz mild & aromatisch!

Das Abendessen im Icaro Hotel startet mit einem bunt gemischten Salatbuffet, welches jeden Abend wechselt. Dort gibt es z.B. Tintenfischsalat und Artischockensalat. Auch kann man sich seinen eigenen Salat mit verschiedenen Zutaten zusammenstellen. Danach folgt ein 5-Gänge-Menu, welches aus saisonalen & regionalen Zutaten besteht. Die Küche setzt auf gesunde & ausgewogene Gaumenfreuden, die immer frisch zubereitet werden. Das ist dem Icaro besonders wichtig. Erlesene Weine aus heimischen Anbaugebieten runden das Geschmackserlebnis ab. An 2 Abenden wurden wir verwöhnt und haben auch ganz besonders die sehr freundliche Bedienung ins Herz geschlossen. Die meisten Angestellten arbeiten schon seit vielen Jahren im Icaro, was für ein gutes Arbeitsklima & die Herzlichkeit der Familie Sattler spricht.

Am Morgen nach unserer Ankunft wartete noch eine Überraschung auf uns. Ich zog die Vorhänge zur Seite: Ein bezauberndes Winterwonderland lag vor uns! Über Nacht hatte es geschneit und die Seiser Alm in Puderzucker getaucht. Was für ein grandioser Ausblick von unserem Zimmer! Und diese Stille – einfach nur traumhaft. Ein Stammgast, der im Nebenzimmer weilte, kommt jedes Jahr zu dieser Zeit ins Icaro und sagte uns, dass es mindestens einmal im Oktober schneit. Das haben wir ja gut abgepasst. Natürlich haben wir uns von dem bisschen Schnee nicht abhalten lassen, wandern zu gehen. Am ersten Tag eine kleine Runde und am nächsten Tag eine Große. Darüber berichte ich euch aber im nächsten Südtirol Special.

Das Icaro ist übrigens das erste klimaneutrale Hotel in den Dolomiten. Soll heißen, dass jeder Gast mit seinem Aufenthalt aktiv etwas für den Klimaschutz beitragen kann. Mehr dazu könnt ihr hier nachlesen. Wer sich gerne verwöhnen lässt, ist im neu gestalteten Wellnessbereich genau richtig. Dort befindet sich ein Panorma-Hallenbad mit Gegenstromanlage, eine Sauna-Hütte, ein Außenwhirlpool mit Dolomiten-Blick, ein Dampfbad & eine Bio-Sauna. Außerdem könnt ihr Massagen buchen, die mit heimischen Produkten vorgenommen werden.

Kennt ihr vielleicht schon dieses wunderschöne Fleckchen Erde oder hört ihr zum 1. Mal von der Seiser Alm? Wir fanden es hier ganz bezaubernd und möchten uns ganz herzlich bei der Familie Sattler für den schönen Aufenthalt bedanken.

Nadine

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