Spargelpizza mit Schinken, Salami, Weintrauben, Champignons und Peperoncini

Es ist mal wieder Zeit für selbstgemachte Pizza! Die letzte Pizza hatten wir im Januar, also vor einem halben Jahr! Dieses Mal wollte ich eine Pizza zubereiten, die verschiedene Geschmacksrichtungen mit sich bringt und vegetarisch und nicht-vegetarisch vereint. Da die Spargelzeit leider fast vorbei ist, musste unbedingt Spargel mit drauf. Irgendwie hatten wir dieses Jahr viel zu wenig von diesem leckeren Gemüse. Den Spargel habe ich mit Champignons und Peperoncini kombiniert. Eine weitere Ecke habe ich mit polnischer Salami, Champignons, roter Zwiebel und Peperoncini belegt. Und zum Schluss gab es noch 1/3 mit gekochtem Schinken und Weintrauben – eine tolle Kombination! Ich kann mich nicht entscheiden, welche Ecke ich am besten fand. Alle 3 hatten etwas für sich. Die Salami-Ecke hatte am meisten Geschmack, die anderen beiden waren etwas milder. Von dem Teig der letzten Pizza bin ich nach wie vor begeistert. So schön dünn und knusprig! Die Tomatensauce habe ich dieses Mal etwas abgewandelt und frischen Oregano und Basilikum vom Balkon verwendet. Gefällt mir fast besser als die letzte Tomatensauce. Natürlich machen auch die San Marzano Tomaten* sehr viel aus. Der Geschmack ist einmalig. Ich habe mir gerade wieder ein 6er Pack bestellt und verwende nur noch diese Sorte für meine Tomatensaucen.

ZUTATEN SPARGELPIZZA MIT SCHINKEN, SALAMI, WEINTRAUBEN, CHAMPIGNONS UND PEPERONCINI
(4 STÜCK, JE CA. 30 CM DURCHMESSER):

Pizzateig:

500 g Mehl (entweder das italienische 00 oder Typ 405)
275 ml lauwarmes Wasser
10 g frische Hefe
15 g Meersalz

Pizzasauce:

260 g San Marzano Tomaten*
1 Zwiebel, geschält und klein gehackt
2 Knoblauchzehen, geschält und klein gehackt
4 EL natives Olivenöl extra
ca. 30 frische Oreganoblättchen, gehackt
ca. 15 frische Basilikumblätter, gehackt
1 TL Salz
1/2 TL Pfeffer
2 TL Zucker

Pizzabelag:

grüner Spargel, der Länge nach halbiert
Salami
gekochter Schinken
Weintrauben, halbiert
frische Champignons, in Scheiden geschnitten
Peperoncini, in dünne Ringe geschnitten
1 große rote Zwiebel, in dünne Ringe geschnitten
400 g Büffelmozzarella (alternativ geht auch normaler Mozzarella), in Scheiben geschnitten
6 EL Olivenöl
3 Knoblauchzehen, klein gehackt

Zubehör:

Pizzastein*, Pizzabrett*

ZUBEREITUNG:

Pizzateig:

Hefe mit ca. 50 ml von dem Wasser in eine Schüssel geben und gut verrühren, bis die Hefe sich aufgelöst hat. 25 g von dem Mehl hinzufügen und weiterrühren, bis eine homogene Masse entstanden ist. Abgedeckt ca. 10 Minuten gehen lassen. Das restliche Mehl auf der Arbeitsfläche anhäufen und in der Mitte eine Mulde formen. Die Hefemischung, das Salz sowie das restliche Wasser in die Mulde geben und alle Zutaten mit gut bemehlten Händen ca. 10 Minuten zu einem Teig verkneten. Der Teig sollte elastisch sein und nicht kleben. Je nach Luftfeuchtigkeit kann man noch etwas Wasser oder Mehl dazugeben. Nun kann man entweder den Teig gleich vierteln und kleine Kugeln formen oder den gesamten Teig zu einer großen Kugel formen. Ich finde die erste Variante besser, da man den Teig später leichter weiterverarbeiten kann. Die Kugeln kommen nun in kleine Schüsseln (Achtung: es muss noch etwas Platz in den Schüsseln sein, da der Teig sich fast verdoppelt), die mit Klarsichtfolie abgedeckt werden und für mehrere Stunden, mindestens aber 3 Stunden, in den Kühlschrank wandern. Ihr könnt den Teig auch einen Tag vorher zubereiten und über Nacht im Kühlschrank lassen. 1 – 1/2 Stunden vor Zubereitung den Teig aus dem Kühlschrank nehmen und an einem warmen Ort, abgedeckt mit einem feuchten Küchentuch nochmals gehen lassen. Dann noch einmal kurz durchkneten und kreisförmig auf ca. 30 cm Durchmesser ausrollen. Wer auf die beliebten großen Luftblasen in seiner Pizza nicht verzichten kann, sollte allerdings den Teig nur mit den Fingerspitzen langsam von innen nach außen drücken, da beim Ausrollen ansonsten das ganze Kohlendioxid herausgedrückt wird und keine Luftblasen mehr entstehen können. Man kann den Teig auch vorsichtig mit den Fäusten auseinanderziehen.

Pizzasauce:

Olivenöl in einem kleinen Topf erhitzen und die Zwiebeln sowie den Knoblauch darin bei mittlerer Hitze glasig andünsten. Die Tomaten dazugeben und mit Salz, Pfeffer und Zucker würzen. Ca. 15 Minuten einkochen lassen. Oregano und Basilikum unterrühren und vom Herd nehmen. Man kann die Sauce warm oder kalt auf die Pizza geben.

Pizzabelag & Pizza backen:

Den Pizzastein auf einen Rost auf der mittleren Schiene legen und ca. 1 Stunde auf höchster Stufe (250 – 300 Grad Ober- und Unterhitze) vorheizen. Den ausgerollten Pizzaboden auf ein gut bemehltes Pizzabrett legen. Pro Pizza ca. 4 – 5 EL von der Pizzasauce auf dem Teig verstreichen. Nun 1/3 der Pizza mit grünem Spargel, Champignons und Peperoncini belegen, ein weiteres Drittel mit Salami, Champignons und Peperoncini und das restliche Drittel mit gekochtem Schinken und Weintrauben. Die Zwiebelringe könnt ihr verteilen, wie ihr mögt. Den Knoblauch mit dem Olivenöl vermischen und auf die Pizza träufeln. Nun die Pizza von dem Pizzaschieber auf den heißen Pizzastein gleiten lassen. Eventuell bedarf es einem kleinen Ruck. Je mehr ihr auf die Pizza packt, umso schwerer lässt sie sich in den Ofen bugsieren. In diesem Fall ist weniger mehr. Nun ca. 8 – 9 Minuten backen. Je mehr Pizzen ihr nacheinander backt, umso schneller sind sie fertig. Am besten immer mal wieder in den Ofen schauen, da jeder Ofen unterschiedlich heiß wird.

Buon appetito!

Die genauen Mengenangaben beim Belag habe ich oben bewusst weggelassen. Hier könnt ihr nach Belieben variieren. Beim Food Blog Day letztes Wochenende in Hamburg ist mir mal wieder bewusst geworden, dass man einfach drauf losprobieren muss und auch mal Lebensmittel miteinander kombiniert, von denen man eigentlich denkt, dass sie nicht zusammenpassen. Es ist erstaunlich, welch tolle Sachen dabei herauskommen.

Probiert ihr gerne Neues aus und mit welchen Zutaten belegt ihr am liebsten eure Pizza?

Nadine

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